Leppestraße 7
51709 Marienheide
Telefon: 02264 / 6974
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Vorsitzender
Werner Rosenthal

Einrichtungen
Jugendzentrum "Blue Planet"

Marie-Ansorge-Kindertagesstätte

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Im Jahre 2016 wurde in Marienheide das ABC (Asylbewerber-Bildungs-Centrum)-Projekt zur Integration von Flüchtlingen in Angriff genommen.

Lesen Sie >> hier << den Bericht.


Der Ortsverein engagiert sich sehr für die Flüchtlingshilfe. >> Homepage <<


AWO und Kulturrausch fuhren nach Dresden

Marienheider auf Besichtigungstour in der Sachsenmetropole

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„Elbflorenz – Anmaßung oder berechtigter Anspruch?“ war die Frage für die 22 Mitglieder von Kulturrausch, der Marienheider Ereignis- und Erlebnisinitiative, und des AWO-Ortsvereins auf ihrer 4-tägigen Fahrt nach Dresden, der Stadt, in der August der Starke mit den Kunst- und Repräsentationsmetropolen des Europas seiner Zeit wetteifern wollte.

Empfangen und betreut wurde die Reisegruppe von der Dresdenerin Hannelore Staske vom Jugendherbergsverband Sachsen, die in ihrer Stadt jeden Stein persönlich zu kennen und zu lieben schien und zu jedem Gebäude, jedem Winkel und zu jedem dekorativen Merkmal eine Geschichte zu erzählen wusste.

Schon beim ersten Rundgang durch die Altstadt wurden Zwinger, Semperoper, Brühlsche Terrasse, Stadtschloss und Frauenkirche besichtigt und ihre jeweilige Geschichte von Entstehung, Zerstörung und Rekonstruktion erläutert. Im traditionsreichen Kabarett „Herkuleskeule“ konnten sich am Abend die müden Füße erholen, dafür wurden jedoch die Lachmuskeln intensiv trainiert.

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Die Oberberger im Zwinger

Am folgenden Tag erwies sich die etwas weniger berühmte Neustadt Dresdens als überraschend vielfältig. Besonders gefielen die von vielen Künstlern und Kunsthandwerkern bewohnten und originell gestalteten Hinterhöfe der „Kunsthofpassage“ und die Reste des ehemaligen „Milchkonzerns“ um den mit handgemalten blauen Fliesen pompös ausgestatten Milch- und Käseladen „Pfunds Molkerei“, von den Dresdnern selbst allerdings als „Touristenfalle par excellence“ eingestuft.

Weiter ging es zu dem nahe gelegenen Schloss Pillnitz mit seinem botanischen Park und der größten Magnolie Europas. Hannelore Staske erklärte natürlich wieder alles und beeindruckte durch ihren schier unerschöpflichen Wissensschatz. Nahe am Informations-Tinnitus genoss die Reisegruppe auf der Elbe die Dampferfahrt zurück unter dem „Blauen Wunder“ hindurch mit dem Blick auf die sich langsam nähernde Stadtsilhouette Dresdens.

Und wie war noch die traurige Geschichte von Gräfin Cosel, der auch politisch aktiven Mätresse Augusts des Starken? Nach ihrer Entmachtung und Verbannung vom Hofe des Sachsenfürsten und Polenkönigs vergoss sie Tränen über Tränen. So viele, dass findige Gastronomen daraus einen Schnaps brannten, der den gutgläubigen Dresdenbesuchern in den Gewölben des Sophienkellers mit „wahren“ Geschichten und einer trickreichen Zeremonie kredenzt wurde.

Was aber wäre Dresden ohne einen Besuch der Semperoper? Das prachtvolle Gebäude am Ufer der Elbe – von vielen Fernsehwerbungskonsumenten oft für die Radeberger Brauerei gehalten – beeindruckte mit seinem luxuriösen Innenleben und seinen verschachtelten Treppen und Rundgängen. Auf dem Spielplan stand die Oper „La Cenerentola“ von Gioachino Rossini, inhaltlich die Geschichte von Aschenputtel, mit Anke Vondung in der Hauptrolle. Der bühnentechnische Höhepunkt war ein (fast) echtes Gewitter mit Sturm, Blitz und Regen. Bekanntlich endet die Geschichte aber immer mit einer Prinzessinnenhochzeit, und als die oberbergischen Touristen romantisch gestimmt auf den Opernplatz traten, überraschte sie unerwartet ein Feuerwerk, das Hofkirche und Stadtschloss in eine in allen Farben schillernde Kulisse verwandelte. Ein krönender Abschluss für eine an Kronen, Gold, Edelsteinen und Kleinodien reichen Reise in eine Stadt mit zahlreichen Spitzenattraktionen, die aber trotzdem viele versteckte Schätze für neugierige Entdecker bereithält.

Florenz und Dresden unterscheiden sich zwar erheblich, haben aber auch viel gemeinsam durch den Fluss, die Brücken, den historischen Kern, den Hang zur Demonstration des Reichtums und das lebendige Umfeld. Der Titel „Elbflorenz“ hat also seine Berechtigung, besonders bei schönem Wetter.

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