Lebensleistung anerkennen: Besonders Frauen und Niedrigverdiener müssen endlich bessergestellt werden

Wer lange Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat und hierfür Rentenbeiträge gezahlt hat, muss im Alter mehr haben als eine bedürftigkeitsgeprüfte Grundsicherung.

Das Grundrentenkonzept von Hubertus Heil setzt dieses Ziel um und trägt der langjährigen AWO-Forderung Rechnung, dass Leistungsverbesserungen für Niedrigverdiener in der Rentenversicherung nicht bedürftigkeitsabhängig sein dürfen.

„Es kann nicht sein, dass die Lebensleistung, gerade von Frauen, allein am Erwerbsleben gemessen wird. Familien funktionieren so immer noch nicht. Das geht an der Realität vorbei“, so Beate Ruland, Kreisvorsitzende des AWO Rhein-Oberberg. „Frauen müssen auch Anerkennung erfahren für die Tätigkeiten, die nicht im Fokus stehen: für die Erziehungszeiten, aber auch die Zeiten der Pflege von Angehörigen.“ Die Höhe einer Rente müsse sich daher auch unbedingt nach der Lebensleistung des einzelnen Versicherten richten und nicht nach der Höhe des Partnereinkommens. Diese entscheidende Bedingung erfülle die Grundrente.

Auch der leichtere Zugang zu Wohngeld und die stetige Anpassung dessen ist ein wichtiger Bestandteil des Pakets: „Auch bei uns steigen die Mieten rasant – besonders für altengerechte Wohnungen, von denen es noch viel zu wenige bezahlbare gibt, so Beate Ruland.

Zum Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für eine Grundrente erklärt der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler: „Mit seinem Konzept für eine Grundrente hat Hubertus Heil einen guten und klugen Vorschlag zur Umsetzung des Koalitionsvertrages vorgelegt, der jetzt schnell auf den Weg gebracht werden muss.“

Weitere Informationen: AWO Bundesverband



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