Bensberger Straße 133
51469 Bergisch Gladbach
Telefon: 02202 / 35941
Telefax: 02202 / 253468
Email: jugendwerkstatt@awo-rhein-oberberg.de

Die Jugendwerkstatt ist Teil der Jugendsozialarbeit (§13 SGB VIII; §13 KJFöG) und ein einjähriges, niedrigschwelliges Werkangebot für junge Menschen mit einem besonderen sozialpädagogischen Betreuungs- und Beratungsbedarf im Übergang von der Schule zum Beruf. Im Vordergrund steht die Entwicklung der persönlichen und beruflichen Perspektive unter sozialpädagogischer Begleitung.

Arbeitszeiten der Teilnehmer*innen: 

Montag: 09:00 Uhr – 15:00 Uhr
Dienstag + Mittwoch: 08:30 Uhr – 15:00 Uhr
Donnerstag: 08:30 Uhr – 13:00 Uhr
Freitag: 08:30 Uhr – 12:00 Uhr

Mit insgesamt 16 Teilnehmer*innen gibt die Jugendwerkstatt als Teil der außerschulischen Bildungslandschaft Jugendlichen die Möglichkeit der Berufsorientierung in zwei weitläufigen Berufsfeldern. Es ist möglich, alltägliche Erfahrungen im handwerklichen Umgang mit Holz und Metall sowie Einblicke in den Bereich der Hauswirtschaft und insbesondere des Zubereitens von Speisen zu erhalten. Einblicke in weitere Berufsfelder oder spezifische Berufsgruppen können über integrierte Praktika abgedeckt werden.

Der Einstieg ist grundsätzlich jederzeit möglich, sofern freie Kapazitäten vorhanden sind. Es hat sich jedoch ergeben, dass es meist hilfreich ist, parallel zum Schuljahres-Start für aufkommende Unklarheiten und Perspektivlosigkeit, einen Weg in der außerschulischen Bildungslandschaft für Neuzugänge aufzuweisen. Auch Teilnehmende der Jugendwerkstatt finden zu diesem Zeitpunkt das größte Angebot von Perspektiven in Form von Lehrstellen oder dem Start weitergehender Qualifizierungsangebote. Steht eine Qualifizierungsmaßnahme, Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu einem früheren Zeitpunkt zur Verfügung, ist der Ausstieg flexibel möglich. Diese Variabilität wird den individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Persönliche Chancen sollen optimal genutzt werden können, ohne Abhängigkeiten eines starren Rahmenvertrages.

Die Teilnehmer schließen ein Jugendwerkstatt-Vertrag mit der Einrichtung und erhalten einen Anerkennungsbeitrag, welcher auf Anwesenheit und Verhalten reagiert. Die Fahrtkosten werden übernommen.

Grundsätzlich gibt es für den Besuch der Jugendwerkstatt keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Die Jugendlichen durchlaufen ein Bewerbungsverfahren, in dem Fragen zu Motivation, sozialem Hintergrund und Eignung für die bestehende Gruppe abgeklärt werden.

Zielgruppe sind:

- Jugendliche mit fehlendem oder unzureichendem Schulabschluss. Es besteht die Möglichkeit, während der Teilnahme in der Jugendwerkstatt, den Hauptschulabschluss zu erreichen.

- Jugendliche, deren berufliche Wunschvorstellung nicht mit der Wirklichkeit des Erwerbslebens übereinstimmt. Hier bietet die Jugendwerkstatt erste Orientierung im Hinblick auf individuelle Fähigkeiten, Anforderungen des Arbeitsmarktes und eine realistische, berufliche Perspektive.

- Jugendliche, die ihre Lehre abgebrochen haben und ohne neue Orientierung sind. Hier kann die Jugendwerkstatt eine auffangende Perspektive bieten, mit der Möglichkeit sich neu zu orientieren.

- Jugendliche, bei denen vor einer beruflichen Orientierung ein hoher Hilfebedarf bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit besteht. Dies kann auf ihrer sozialen und schulischen Biographie beruhen, welche es ihnen erschwert, ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe wahrzunehmen. In diesem Fall ist es im überschaubaren und geschützten Rahmen der Jugendwerkstatt für die Fachkräfte möglich, mit der erforderlichen Sensibilität auf die individuellen Gegebenheiten der Jugendlichen einzugehen und entsprechend flexible Handlungsstrategien zu entwickeln.

- Geflüchtete und Asylsuchende, deren Aufenthalt in Deutschland ungeklärt ist und denen der Arbeitsmarkt, bis auf wenige Ausnahmen, nicht zur Verfügung steht. Die Jugendwerkstatt bietet Aufrechterhaltung der Lernmotivation sowie Beratung und Begleitung zu rechtlichen Fragen.

- Schulbefreite / Schulmüde Jugendliche, die sich dauerhaft dem Schulbesuch entzogen haben und bei denen es auch trotz pädagogischer und / oder repressiver Maßnahmen aussichtslos ist, sie in die Schule zu integrieren. Über Beziehungsarbeit können erste Erfolgserlebnisse installiert und Methoden des Lernens wieder aktiviert werden. Mögliches Ziel für diese Jugendlichen ist es, nach der Jugendwerkstatt über vorhandene Schulformen und Kurse den Hauptschulabschluss neu zu erwerben.

 



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