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Evelyn Timm ist die neue Geschäftsführerin des AWO Kreisverbandes Rhein-Oberberg e.V.

Evelyn Timm

Nach einigen Monaten der Übergangszeit freut sich der AWO Kreisverband Rhein-Oberberg e.V. eine neue Geschäftsführerin begrüßen zu können: Evelyn Timm übernimmt ab dem 1. Dezember 2021 die Leitung der Geschäfte. Sie tritt die Nachfolge von Andreas Johnsen an, der den Kreisverband nach dem plötzlichen Tod von Martina Gilles als Interims-Geschäftsführer unterstützte. In den nächsten Wochen wird Andreas Johnsen weiterhin für die Einarbeitung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Evelyn Timm bringt 20 Jahre Führungserfahrung in der Sozialwirtschaft und umfangreiche Kenntnisse der Altenpflege mit. Neben verschiedenen Positionen im Bereich Finanzen, Controlling und Personal gehörten auch Organisationsentwicklung und Veränderungsmanagement zu den Schwerpunkten ihrer Tätigkeiten. In den vergangenen fünf Jahren hatte sie die Geschäftsführung bei den Schwestern Salvatorianerinnen e.V. inne.

Die Vorstandsvorsitzende des AWO Kreisverbandes Rhein-Oberberg e.V., Beate Ruland erklärt: „Ich freue mich, dass wir nach dem schmerzlichen Verlust unserer ehemaligen Geschäftsführerin Martina Gilles im Mai eine sehr kompetente und gute neue Geschäftsführerin gefunden haben, die zudem im Kreisverbandsgebiet wohnt. Der gesamte Kreisverband heißt sie herzlich willkommen. Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihr“.

Die 56-jährige Diplom-Volkswirtin stammt aus Refrath und absolvierte ihr Abitur am Otto-Hahn-Gymnasium in Bensberg. Nach ihrem Studium in Kiel und Köln lebte und arbeitete Evelyn Timm viele Jahre in Berlin. Nach über 20 Jahren in der Hauptstadt zog ihr „kölsches Herz“ sie zurück in ihre Heimat. Seit 2015 lebt sie wieder im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Evelyn Timm stellt heraus: „Die AWO ist eine Organisation, für deren Werte und Arbeit ich gerne und mit Leidenschaft Verantwortung übernehmen möchte. Mein berufliches Leitmotiv „Unternehmerisch handeln – Sozial gestalten“ und die AWO passen einfach gut zusammen“.

 

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Die AWO ist ein moderner Wohlfahrtsverband mit einer über 100-jährigen Geschichte. Der Kreisverband ist mit einem großen Angebot an sozialen Einrichtungen seit vielen Jahrzehnten im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis aktiv. Rund 2500 Mitglieder in 15 Ortsvereinen und ca. 1.050 hauptamtlich beschäftigte Mitarbeiter*innen tragen dazu bei, dass der Verband für fast alle Lebensbereiche Rat und Hilfe anbieten kann.

Keine Beschränkung für Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt

Am Dienstag gab das Bundeskriminalamt bekannt, dass 2020 139 Frauen von ihren derzeitigen oder ehemaligen Partnern getötet worden sind. Die Zahl der Fälle von Partnerschaftsgewalt, in denen die Polizei involviert war, stieg zudem um 4,9 Prozent.

Angesichts dieses Anstieges und des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November kritisiert die Arbeiterwohlfahrt die Tendenz, Frauenhausaufenthalte pauschal zeitlich zu begrenzen. Die Aufnahme für Frauen in Frauenhäusern wird seit Jahren durch Kostenerstattungsstreitigkeiten zwischen Kommunen erschwert. Dies steht der jeweils individuell fachlichen Bewertung der Gefährdungs- und Krisensituation und der psycho-sozialen Gewaltschutzarbeit durch die Fachkräfte in den Frauenhäusern entgegen.Dazu erklärt Selvi Naidu, Mitglied des AWO Bundesvorstandes:

Jede gewaltbetroffene Frau muss zu jeder Zeit die Möglichkeit haben, die häusliche Gewaltsituation zu verlassen und Schutz und Hilfe zu erhalten. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, sich dafür einzusetzen, dass fachliche Gebotenheit das Maß ist und keine willkürlich festgesetzte Zeitvorgabe für den sicheren und notwendigen Aufenthalt in einem Frauenhaus. Am Gewaltschutz zu sparen ist das falsche Signal.

Gewalt gegen Frauen durch Partner oder Ex-Partner zwingt jedes Jahr mehrere tausend Frauen dazu, aus der eigenen Wohnung zu flüchten. Oftmals ist die Aufnahme in einer Schutzeinrichtung wie einem Frauenhaus die einzig sichere Möglichkeit, um sich und die eigenen Kinder vor weiterer körperlicher und psychischer Gewalt zu schützen. Seit Jahren gibt es immer wieder die Situation in Frauenhäusern, dass umfangreiche Begründungen von Kostenträgern für die längere Verweildauer einer Frau verlangt werden. Immer wieder kommt es dazu, dass Kostenerstattungen über kommunale bzw. Landesgrenze hinweg abgelehnt werden, wenn die gewaltbetroffene Frau Schutz und Hilfe in einer anderen Kommune bzw. einem anderen Bundesland erhält als ihn ihrer Herkunftskommune bzw. dem Herkunftsbundesland. Dabei ist gerade der räumliche Abstand zumeist die einzige Möglichkeit, um dem Gewalttäter zu entkommen.

Die Gewaltschutzarbeit für Frauen muss endlich als Pflichtaufgabe verankert werden. Frauenhäuser und Schutzwohnungen, Fachberatungsstellen, Notrufen und Interventionsstellen sind keine Sparbereiche“, so Naidu, „Im Gegenteil: Es müssen endlich ausreichend Schutzplätze und überall erreichbare Beratungsangebote für Frauen, Kinder und Jugendliche gemäß der Istanbulkonvention etabliert werden. Frauen brauchen einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe."

Darüber hinaus fordert die AWO eine bundeseinheitliche Finanzierungsregelung für Frauenhäuser und Fachberatungsstellen. Diskussionen über Erstattungen von erbrachten Leistungen in Frauenhäusern zwischen verschiedenen Kommunen und Bundesländern sollten endlich der Vergangenheit angehören. Sie dürfen nicht länger zu Lasten der gewaltbetroffenen Frauen gehen.

 

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Neuer Vorstand: Janine Opalka und Torsten Otting in die Doppelspitze gewählt

Am vergangenen Dienstag, 9. November 2021, traf sich der Fachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) von AWO und Jugendwerk in NRW zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung im Kinder- und Jugendzentrum Schonnebeck des Kreisjugendwerkes der AWO Essen. Neben den stimmberechtigen Vertreter*innen der Mitgliedsgliederungen waren auch zahlreiche weitere Gäste anwesend, denn neben Nachwahlen für den Vorstand stand auch einer Vortrag von Prof. Dr Ulreich Deinet von der Hochschule Düsseldorf auf dem Programm, der zum Thema „Kinder und Jugendliche in der Corona-Zeit und die Situation der OKJA, Rückblick und Ausblick“ referierte.

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Hierbei bezog er sich auf die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Neustart der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW in der Corona-Zeit", das er zusammen mit Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker von der Universität Hamburg durchgeführt hat. Im Ergebnis wurde deutlich, dass die Einrichtungen der OKJA auch in der Coronazeit einen großen Einsatz gezeigt und unter der bestehenden Einschränkungen einiges ermöglicht haben. Dennoch fehlte das, was die Arbeit ausmacht – die Begegnung, der direkte Kontakt. Kindern und Jugendlichen fehlt mindestens ein Jahr in ihrer Entwicklung. Die OKJA wird ihren wichtigen Beitrag leisten, um aufzuholen, was möglich ist. Neben dem inhaltlichen Input standen auch Nachwahlen für den Vorstand auf dem Programm. So wurde Janine Opalka vom AWO Bezirksverband Westliches Westfalen als neue Vorsitzende, neben Torsten Otting, vom Landesjugendwerk der AWO NRW in die Doppelspitze gewählt. Außerdem ergänzt Betti Lenz vom AWO Kreisverband Düren als neue Beisitzerin gewählt.

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Hochwasserhilfe

Mit Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft (ADH) organisiert AWO International in Kooperation mit dem AWO Bundesverband, den Bezirksverbänden Rheinland, Niederrhein, Westliches Westfalen und Mittelrhein zahlreiche Unterstützungsangebote. Darüber hinaus gibt es Unterstützungsangebote vom Land NRW.

Weitere Informationen zu Hilfsangeboten finden Sie hier.

AWO Beratungsbüro:
AWO Kreisverband Rhein-Oberberg e.V.
Frau Eva Kring
Hüttenstraße 27
51766 Engelskirchen
Tel.: 02263 9624-0
E-Mail: e.kring@awo-rhein-oberberg.de

Online Angebot: Digitale Gesprächsrunden für Hochwasserbetroffene
Begleitet von einer erfahrenen Moderatorin bietet SoulTable einen geschützten Raum zum Reden. Für Betroffene ist das Angebot kostenlos. Registrieren Sie sich hier und buchen Sie ein Erstgespräch und Gruppentermin:

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Psychologische Telefonberatung für Betroffene und Helfende in den Hochwassergebieten:

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final

Die Radikalisierung junger Menschen in Deutschland ist kein importiertes, sondern ein deutsches Phänomen. Radikale Salafist:innen nutzen Narrative, die gezielt junge in Deutschland sozialisierte Menschen ansprechen. Sie nutzen jugendkulturelle Aspekte und beziehen sich auf aktuelle Ereignisse, die eng mit der Lebensrealität vieler Jugendlicher verknüpft sind. So werden z.B. Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen missbraucht, um Jugendlichen einen globalen Kampf des "Westens" gegen "den Islam" zu propagieren.

In diesem Workshop werden Wegweiser-Berater:innen gemeinsam mit den Teilnehmenden mögliche Radikalisierungsprozesse von Jugendlichen analysieren. Außerdem werden Faktoren hervorgehoben, die eine Radikalisierung junger Menschen begünstigen können. Den Teilnehmenden soll so ermöglicht werden, Radikalisierungen in ihren Anfängen zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten zu kennen, um angemessen auf diese reagieren zu können. Der Workshop richtet sich insbesondere an Multiplikator:innen, die beruflich mit jungen Menschen arbeiten.

Wegweiser ist ein Präventionsprogramm des Landes NRW gegen gewaltbereiten Salafismus, das Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen und Heranwachsenden in ihren Anfängen verhindern soll.

Anmeldungen zum Workshop nimmt die VHS Gummersbach entgegen: www.vhs-gm.de/programm/Salafismus



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