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Pressemitteilung AWO Bundesverband

Angebote der Kinder- und Jugendhilfe müssen einbezogen werden!

Die Bundesregierung investiert im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets in den Ausbau der Ganztagsbetreuung: 1 Million neuer Plätze sollen entstehen. Bis zum 1. September hat eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse hierzu abzuliefern. Die Arbeiterwohlfahrt fordert angesichts des verkürzten Beratungs- und Beteiligungsverfahrens gemeinsam mit der GEW einen qualitätsvollen Ausbau der Ganztagsangebote für Grundschulkinder!

Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes, erklärt dazu: “Dieser Anspruch lässt sich am besten verwirklichen, wenn wir neben pädagogisch qualifiziertem Personal auch auswahlfähige und pädagogisch wertvolle Angebote im Ganztag anbieten. Hierfür bringen die Träger der Kinder- und Jugendhilfe ihre vielfältigen Erfahrungen mit. Sie steuern ihre jeweiligen Zugänge, Methoden und Kompetenzen aus verschiedenen Arbeitsfeldern zu den unterrichtlichen Angeboten bei: Sei es aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der außerschulischen Jugendbildung mit kulturellem, musischem, sportlichem, politischem oder gesundheitlichem Schwerpunkt, die Jugendsozialarbeit, die Familienbildung und Elternarbeit oder die vielfältigen Erfahrungen aus der Kinderbetreuung.

Diese Vielfalt ist die Chance, angemessen auf die jeweils unterschiedlichen Bedarfe und Kompetenzen jedes einzelnen Schulkindes einzugehen. Denn diese gehen weit über die Aneignung des reinen Lehrstoffs der Schule hinaus. Schulkinder bringen ihre Lebenswelten, ihre Elternhäuser, ihre Wünsche nach selbständigem, selbstgesteuertem und an ihren Lebensbedürfnissen ausgerichtete Erwartungen mit. Diese Vielfalt erfordert ein breites Bildungsverständnis, zu dem die Kinder- und Jugendhilfe die richtigen Antworten mitbringt. Damit leistet sie einen wirkungsvollen Beitrag zum Abbau von Bildungsbenachteiligung und zur Herstellung von Bildungsgerechtigkeit.“

Hintergrund:

Die Bundesregierung plant die Einführung eines Rechtsanspruchs auf eine ganztägige Betreuung für alle Grundschulkinder ab 2025. Neben der rechtlichen Regelung im Kinder-und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) wird sie 3,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Ganztagsbetreuungstecken: 1 Million neue Plätze sollen entstehen. Bis zum 1. September hat eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse hierzu abzuliefern. Danach wird es ein sehr verkürztes Beratungs-und Beteiligungsverfahren geben. Ein Bündnis aus Arbeiterwohlfahrt und weiteren Verbänden will erreichen, dass angemessene Qualität in die Regelungen einfließt.

Weitere Informationen unter: https://awo.org/GuterGanztag

Informationen zum Regelbetrieb

Liebe Eltern,

etwas früher als geplant, starten die Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen in den Regelbetrieb. In enger Absprache mit den Spitzenverbänden und Kommunen hat sich das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) entschieden, den Regelbetrieb am 17. August 2020 wieder aufzunehmen.
„Klar ist“, so der Minister Dr. Joachim Stamp in seiner Presseerklärung am 28.07.2020, „es bleibt ein Regelbetrieb in Zeiten der Pandemie“.

Liebe Eltern, wir haben uns sehr gefreut, dass damit auch den Trägern und Teams von Einrichtungen, die ihre Ferienschließzeiten in der zweiten Hälfte der Sommerferien haben, Zeit zur Vorbereitung für diesen nächsten Schritt eingeräumt wurde.
Denn die Umsetzung und Organisation eines neuen Alltags wirft für Träger und Teams zahlreiche Fragen auf und erfordert, individuelle, einrichtungsspezifische Lösungen.

Träger und Teams müssen klären:

  • Können wir die für den Regelbetrieb gültigen pädagogischen Konzepte vollumfänglich umsetzen?
  • Sollen wir, um die Zahl der Kontakte zu begrenzen, die Betreuung in festen Gruppen beibehalten?
  • Können wir das Frühstück und Mittagessen für die Kinder als Buffet anbieten oder müssen wir aus hygienischen Gründen weiterhin darauf verzichten?
  • Wie können die Abstandsregelungen zwischen den Erwachsenen in der Bring- und Abholsituation eingehalten werden?
  • Müssen wir mit Blick auf die räumlichen Gegebenheiten das Betretungsverbot noch eine Weile aufrechterhalten?

Wie bei allen bisherigen Öffnungsschritten müssen wir als Träger sorgfältig abwägen zwischen dem Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden, den Rechten des Kindes und den Interessen der Familien. Dabei orientieren wir uns, selbstverständlich unter Berücksichtigung der einrichtungsspezifischen, strukturellen und personellen Gegebenheiten an den Empfehlungen des Landes NRW für die Kindertageseinrichtungen in Zeiten der Pandemie gültig ab dem 17. August 2020.

Im Regelbetrieb haben alle Kinder wieder einen uneingeschränkten Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung in ihrer Kita, das heißt auch in dem vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang von 25, 35 oder 45 Stunden.
Das bedeutet auch, dass der gesetzlich festgelegte personelle Mindeststandard gemäß Kinderbildungsgesetz eingehalten werden muss. Sollte dies (coronabedingt) nicht möglich sein, kann es gemäß den Empfehlungen und nach Abstimmung mit dem Landesjugendamt zu Einschränkungen in der Betreuung kommen.

Liebe Eltern, wir sagen herzlichen Dank, dass Sie den besonderen Herausforderungen der letzten Monate mit Engagement und Verständnis begegnet sind.
Bitte haben Sie auch weiterhin Verständnis für die zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erforderlichen Regelungen in unseren Kindertageseinrichtungen.

AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V.

Michael Mommer
Vorstand

Öffnungskonzepte in Alten- und Pflegeheimen im Oberbergischen Kreis werden erstellt

Pressemitteilung des OBK:
http://obk.de/cms200/aktuelles/pressemitteilungen/artikel/69426/index.shtml)

Oberbergischer Kreis. Bewohnerinnen und Bewohner in Seniorenheimen können ab Sonntag, 10. Mai wieder Angehörige und Freunde empfangen. Voraussetzung für die Besuche ist allerdings, dass wichtige Schutzmaßnahmen eingehalten werden. „Bei aller Freude über die Aufhebung des Besuchsverbots appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger im Oberbergischen Kreis die gebotenen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Um ihre Lieben und sich selbst nicht zu gefährden, informieren Sie sich bitte vor einem Besuch bei der jeweiligen Einrichtung, welche Verhaltensregeln zu beachten sind und wann ein Besuch möglich ist“, sagt Landrat Jochen Hagt. „Bei allen Maßnahmen müssen die aktuellen Empfehlungen des Robert – Koch – Institutes (RKI) berücksichtigt werden. Damit tragen nicht nur die Einrichtungen sondern auch die Besucherinnen und Besucher dazu bei, dass der Infektionsschutz aufrechterhalten wird.“

So werden beispielsweise Schutzkleidung, sowie ein Screening der Besucherinnen und Besucher in den Einrichtungen erforderlich und die Begegnung darf nur personen- und zeitbegrenzt und in ausgewiesenen Bereichen erfolgen. Der Oberbergische Kreis hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Neuregelungen Kontakt zu Heimen und Pflegeeinrichtungen aufgenommen, um die personellen, räumlichen und hygienischen Voraussetzungen für Besuche vorzubereiten. Die jeweiligen Öffnungskonzepte der Einrichtungen werden gerade erstellt.

„Ich weiß, dass gerade ältere Menschen unter dem coronabedingten Kontaktverbot gelitten haben und auch ihre Angehörigen und Freunde sehnlichst einem Besuch entgegensehen. Dieser wird aber nur zu einer glücklichen Begegnung, wenn sich alle an die gebotenen Schutzmaßnahmen halten“, sagt Kreisdirektor Klaus Grootens.

Auch Ralf Schmallenbach, Gesundheits- und Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises freut sich, dass die Besuchsregelungen ab 10. Mai gelockert werden; mahnt aber gleichzeitig „mit den neuen Freiheiten verantwortungsvoll umzugehen.“

Auch Heimleitungen begrüßen Öffnung unter konsequenter Einhaltung der
Schutzmaßnahmen

„Der Soziale Dienst und alle Mitarbeiter des Hauses geben ihr menschenmöglichstes um der Vereinsamung der Bewohner entgegenzutreten, können aber nicht die Nähe und Vertrautheit der Angehörigen ersetzen. Unsere Bewohner warten schon ungeduldig darauf, wieder Kontakt zu den Angehörigen aufnehmen zu können. Deshalb begrüßen wir die Öffnung der Heime ganz besonders“, sagt Klaus Peuster, Leiter des Evangelischen Seniorenzentrums in Gummersbach.

Georg Huber, Leiter des Evangelischen Altenheims Bergneustadt ergänzt, „die Erlaubnis Besuche für alle Bewohnerinnen und Bewohner zuzulassen ist unbedingt und uneingeschränkt richtig und gut. Für alle unsere Bewohnerinnen und Bewohner insbesondere unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit einer hochgradigen Demenz ist der vertraute und liebevolle Kontakt zu Angehörigen sehr, sehr wichtig - für ihr Wohlbefinden und ein glückliches Lebensgefühl.

Auch Gunter Brochhagen, Einrichtungsleiter des Franziskusheim St. Josef in Wipperfürth sensibilisiert für die Wahrung der Schutzmaßnahmen „Ich möchte zu bedenken geben, dass wir unsere Bewohner und unsere Mitarbeitenden weiterhin davor schützen müssen, dass Besucher das Virus in die Pflegeeinrichtung bringen. Dies muss auch in den nächsten Monaten unsere oberste Priorität sein! Wir haben aber auch das psychische Leiden vieler Beteiligten in den letzten Wochen gesehen und wissen ganz genau, dass soziale Kontakte und persönliche Begegnungen Balsam für die Seele besonders für unsere Bewohner sein werden. Das bedeutet aber auch, das Besuche nur koordiniert, weiterhin in reduziertem Maße und in einem klar definierten Rahmen stattfinden dürfen, die die Pflegeeinrichtungen bestimmen, verantworten und personell sowie organisatorisch verkraften können!“

Anmeldung in Einrichtungen erbeten – Wartezeiten einplanen

Birgit Dornseifer, Einrichtungsleitung des Seniorenzentrums Wiehl – AWO Rhein-Oberberg berichtet von den Vorkehrungsmaßnahmen, die in den Einrichtungen vorgenommen werden: "Wir richten zwei Besucherzonen ein und begrenzen die Besuche auf jeweils 30 Minuten. Unsere Mitarbeitenden sind entsprechend geschult, damit die notwendigen Schutzmaßnahmen erfüllt werden. Die Angehörigen unserer Bewohnerinnen und Bewohner haben wir bereits angeschrieben, um Ihnen die Verhaltensregeln mitzuteilen und auf die geplanten Besuche vorzubereiten."

Die Heimleitungen bitten Angehörige und Freunde vor geplanten Besuchen in Senioren- und
Pflegeeinrichtungen darum, sich telefonisch anzumelden. Georgina Kovacs, Einrichtungsleitung des Evangelischen Altenzentrums Johannesstift in Hückeswagen sagt: "Wir heißen alle Besuchenden herzlich willkommen, weisen aber schon jetzt darauf hin, dass sie sich gerade wegen des Muttertags auf Wartezeiten einstellen müssen. Um einen möglichst reibungslosen Besuchstag zu organisieren, ist es hilfreich, dass sich Gäste anmelden und die gebotenen Schutzmaßnahmen beachten."

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Freuen sich über die gelockerten Besuchsregeln und mahnen zur Vorsicht (v.l.n.r.): Dietmar Kascha, Leiter des Amtes für Soziale Angelegenheiten des Oberbergischen Kreises; Klaus Peuster, Leiter des Evangelischen Seniorenzentrums in Gummersbach; Georg Huber,
Leiter des Evangelischen Altenheims Bergneustadt; Birgit Dornseifer, Einrichtungsleitung des Seniorenzentrums Wiehl - AWO Rhein-Oberberg; Kreisdirektor Klaus Grootens und Gunter Brochhagen, Einrichtungsleiter des Franziskusheim St. Josef in Wipperfürth. (Foto: OBK)

Die Regelungen unserer Einrichtungen finden Sie auf den jeweiligen Webseiten:

AWO Seniorenzentrum Wiehl: https://www.awo-sz-wiehl.de/
AWO Otto-Jeschkeit Altenzentrum in Engelskirchen: https://www.awo-az-ruenderoth.de/

Mehr Fachkräfte für unsere Kitas: AWO Rhein-Oberberg wird von Bundesprogramm gefördert

Im Rahmen des Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnte die AWO Rhein-Oberberg sich erfolgreich eine Förderung von zwei Stellen im Bereich der "Praxisintegrierten vergüteten Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher" (PiA) sichern. Die beiden Kolleginnen erlernen ihren neuen Beruf in diesem besonders praxisorientierten und zudem auch vergüteten Ausbildungsmodell nun in zwei unserer Familienzentren, in Wiehl und Nümbrecht.

Urkunde_Bundesprogramm

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betont: „Wir müssen in Deutschland für die Aufwertung der sozialen Berufe insgesamt eintreten. Die Fachkräfteoffensive ist ein Beitrag dazu. Die Resonanz war von Anfang an überwältigend. Der Programmstart ist damit gelungen: Alle 2.500 Plätze in der praxisintegrierten vergüteten Ausbildung sind belegt, alle Länder machen mit. Die Fachkräfteoffensive setzt als bundesweites Modell einen wichtigen Impuls für den Erzieherberuf, um gemeinsam mit den Ländern den großen Fachkräftebedarf zu bewältigen. So haben wir unter unseren Azubis lebenserfahrene Menschen, die zum Beispiel im Gartenbau, als Bibliothekarin, Betriebswirtin oder Schulhelfer gearbeitet haben, aber eigentlich schon immer Erzieherin oder Erzieher werden wollten. Aber sie konnten es sich bisher einfach nicht leisten, Schulgeld zu bezahlen und drei Jahre ohne Gehalt zu überbrücken. Mit einer vergüteten Ausbildung zeigt sich, dass wir den Beruf durch bessere Rahmenbedingungen attraktiver machen können.“ (Pressemitteilung des BMFSFJ)

Für die praxisintegrierte vergütete Ausbildung gingen beim Ministerium über 7.600 Interessensbekundungen ein. Wir freuen uns sehr und sind stolz, Teil des Programms zu sein!

Weitere Informationen gibt es hier: fachkraefteoffensive.fruehe-chancen.de/

AWO Experts Pflegepool 1x1 07

Um die Versorgung unserer behandlungs- und pflegebedürftigen Menschen zu garantieren, suchen wir Helfer*innen, die im Ernstfall einspringen.

Sie haben bereits Erfahrungen im medizinischen- oder pflegerischen Bereich? Der Kontakt zu kranken und älteren Menschen bereitet Ihnen Freude? Sie möchten einen Beitrag zu Bewältigung der Krise leisten?

Dann melden Sie sich als Helfer*in in unserem Nothilfe- und Pflegepool unter www.awo-experts.de/pflegepool an. Werden Sie aktiv gegen Corona!



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