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Am Samstag, 22. Juni, wird im AWO-Treff in Frielingsdorf ab 17 Uhr wieder eine Stunde Stuhl- und Hockergymnastik angeboten, bei schönem Wetter auch wieder draußen. Auf, an oder mit einem Stuhl leitet Claudia Mielke zu Übungen an, die die Muskulatur stärken, Muskelverspannungen vorbeugen und selbständig an jedem anderen Ort wiederholt werden können, z.B. am Arbeitsplatz mit dem Bürostuhl oder zuhause am Esstisch.

Für die Teilnahme ist keine Mitgliedschaft bei der Arbeiterwohlfahrt notwendig. Bei Gästen wird jedoch ein Teilnahmebeitrag von 3 € erhoben

Erster Gesundheitstag startet erfolgreich

Die AWO Rhein-Oberberg möchte mehr für das Wohlbefinden ihrer über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun und startet vielfältige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.

Vor allem die die Mitarbeitenden in der Altenpflege und in den Kindertagesstätten sind körperlich in ihrer Arbeit jeden Tag stark belastet. „Deshalb soll die jetzt anlaufende betriebliche Gesundheitsförderung die Situation für unsere Angestellten verbessern“, sagt Martina Gilles, Geschäftsführerin der AWO Rhein-Oberberg.  Beim ersten Gesundheitstag im Unternehmen ging nun um den Rücken der Mitarbeiter.

Schaffrath Neuss Gilles Gogos2Sven Schaffrath, Dr. Andreas Neuss, Martina Gilles und Jügen Gogos freuen sich über die ersten positiven Effekte des Gesundheitsmanagements bei der AWO. (Foto: Wolfgang Völkel)

Im MedAixMobil, einem kleinen Truck, der zwei Trainings- und Analysegeräte an Board hat, wird der Rücken vermessen und analysiert, anschließend mit einer ersten 10-minütigen Übung gestärkt. Nur eine Viertelstunde dauert dieser erste Check pro Teilnehmer. „Innerhalb von zwei Stunden nach unserer ersten Information an die Mitarbeitenden“, so Martina Gilles, „waren die 32 Plätze schon ausgebucht“.

Dr. Andreas Neuss, Internist und Arbeitsmediziner der AWO Rhein-Oberberg, weiß, dass Muskel- und Skelettbeschwerden bei den Erkrankungen der Mitarbeitenden eine erhebliche Rolle spielen und begrüßt daher die ersten ergriffenen Maßnahmen. „Ziel ist natürlich: weniger Schmerzen und ein höheres Wohlbefinden bei den Mitarbeitenden und damit weniger Ausfälle und Krankheitstage bei der AWO.“

Alle AWO-Mitarbeitenden konnten in den Monaten zuvor bereits am Seminarangebot „Gesunde Ernährung und Gesunder Rücken“ beim Fitnessexperten Sven Schaffrath teilnehmen. Mit kleinen Veränderungen im Alltag kann man selbst schon vieles ändern, so die Essenz der Schulung. Regelmäßig erhalten Mitarbeitende zudem Rundbriefe des Burn-Out-Fachberaters Frank Berndt und bei Bedarf auch weitergehende Beratung.

Hier gibt es auch eine kleinen Film zum Gesundheitstag in Ründeroth: Gesund und fit bei der AWO Rhein Oberberg

Lebensleistung anerkennen: Besonders Frauen und Niedrigverdiener müssen endlich bessergestellt werden

Wer lange Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat und hierfür Rentenbeiträge gezahlt hat, muss im Alter mehr haben als eine bedürftigkeitsgeprüfte Grundsicherung.

Das Grundrentenkonzept von Hubertus Heil setzt dieses Ziel um und trägt der langjährigen AWO-Forderung Rechnung, dass Leistungsverbesserungen für Niedrigverdiener in der Rentenversicherung nicht bedürftigkeitsabhängig sein dürfen.

„Es kann nicht sein, dass die Lebensleistung, gerade von Frauen, allein am Erwerbsleben gemessen wird. Familien funktionieren so immer noch nicht. Das geht an der Realität vorbei“, so Beate Ruland, Kreisvorsitzende des AWO Rhein-Oberberg. „Frauen müssen auch Anerkennung erfahren für die Tätigkeiten, die nicht im Fokus stehen: für die Erziehungszeiten, aber auch die Zeiten der Pflege von Angehörigen.“ Die Höhe einer Rente müsse sich daher auch unbedingt nach der Lebensleistung des einzelnen Versicherten richten und nicht nach der Höhe des Partnereinkommens. Diese entscheidende Bedingung erfülle die Grundrente.

Auch der leichtere Zugang zu Wohngeld und die stetige Anpassung dessen ist ein wichtiger Bestandteil des Pakets: „Auch bei uns steigen die Mieten rasant – besonders für altengerechte Wohnungen, von denen es noch viel zu wenige bezahlbare gibt, so Beate Ruland.

Zum Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für eine Grundrente erklärt der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler: „Mit seinem Konzept für eine Grundrente hat Hubertus Heil einen guten und klugen Vorschlag zur Umsetzung des Koalitionsvertrages vorgelegt, der jetzt schnell auf den Weg gebracht werden muss.“

Weitere Informationen: AWO Bundesverband

Die AWO hat beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Petition: Eigenanteil bei stationärer Pflege begrenzen! eingebracht, die heute online geht: Link. AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker erklärt: „Seit Jahren macht die AWO auf die Tatsache aufmerksam, dass alle Kostensteigerungen, die in Pflegeheimen anfallen, aufgrund der Deckelung der Beträge, die die Pflegeversicherung zahlt, allein von den Bewohnerinnen und Bewohnern übernommen werden müssen. Für diese ist die Schmerzgrenze längst überschritten, denn sogar direkt durch die Pflege entstehende Kosten sind inzwischen in den zu zahlenden Eigenanteilen enthalten. Doch von Seiten der Politik wurde das Thema bisher nicht ernsthaft angegangen. Mit der Petition wollen wir zeigen, wie wichtig den Menschen dieses Thema ist. Wir sind überzeugt davon, dass wir in den nächsten vier Wochen die 50.000 Stimmen zusammenbekommen, damit der Bundestag sich mit einer gesetzlichen Neuregelung beschäftigen muss.“ Bereits 2017 lagen die Kosten, die eine versicherte Person selbst übernehmen musste, im Bundesdurchschnitt deutlich über der durchschnittlichen Rentenleistung.⃰

„Ziel dieser Petition ist es, für die versicherten Leistungsbeziehenden der Pflegeversicherung einen gesetzlich definierten Höchstbetrag für die Eigenanteile zu erstreiten. Dieser muss auch über die Dauer der Pflege verlässlich abgesichert sein. Wir wollen, dass steigende Pflegekosten aus Mitteln der Pflegeversicherung getragen werden, denn dafür wurde sie eingeführt und dafür zahlen Menschen ihre Beiträge“, betont Brigitte Döcker und ergänzt: „Wir bitten nun alle Bürgerinnen und Bürger die Petition zu unterzeichnen und dieses wichtige Anliegen, womit sich früher oder später jede Familie auseinandersetzen muss, zu unterstützen.“

Aufgrund der gestiegenen Kosten in den letzten Jahren, waren und werden zukünftig immer mehr Rentenbeziehende gezwungen sein, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, um ihre Pflege bezahlen zu können. Das ist gegenüber den Pflegebedürftigen unwürdig und führt auch bei deren Angehörigen zu extremen Unsicherheiten. Darüber hinaus werden durch die Übernahme der Kosten aus der Sozialhilfe die kommunalen Haushalte weiter belastet. Die Ursache liegt in einer gesetzlichen Regelung. Als 1995 die Pflegeversicherung eingeführt wurde, wurden die Leistungsbeträge der Pflegekassen gesetzlich festgeschrieben und nicht dynamisiert. Die Erhöhungen der Leistungsbeträge der Pflegekassen in den nachfolgenden Jahren waren bei Weitem nicht ausreichend. Somit tragen die pflegebedürftigen Menschen alle Kostensteigerungen. „Aus Sicht der AWO ist es notwendig, Pflegekosten bundeseinheitlich zu definieren. Diese sind den Pflegekassen gesetzlich zuzuweisen, damit sie kein unkalkulierbares finanzielles Risiko mehr für Menschen mit Pflegebedarf darstellen. Das heißt, alle pflegebedingten Kosten sind aus Mitteln der Pflegeversicherung zu tragen. Eine Pflegeversicherung muss die Menschen absichern und ihnen sowie ihren Angehörigen Sicherheit geben“, betont Brigitte Döcker.
Mehr Informationen gibt es hier.

Zur Online-Petition: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_01/_31/Petition_90744.nc.html

⃰ Zum Vergleich: Zum Ende des Jahres 2017 lag das durchschnittliche Netto-
Renteneinkommen in den alten Bundesländern bei monatlich 1.231 Euro und in den
neuen Bundesländern bei monatlich 1.169 Euro. Die durchschnittlichen Heimkosten
lagen bei monatlich circa 1.750 Euro.

Gesichter der AWO: Ehrenamtliche am Mittelrhein haben ein Buch geschrieben

Zum 100-jährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt und dem 70. Jubiläum der AWO am Mittelrhein porträtiert das Buch „Gesichter der AWO am Mittelrhein“ herausragende Persönlichkeiten. Viele davon aus unserer Region.

Seit 1919 unterstützt die AWO ihre Mitmenschen nach einem klaren Leitbild: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz. Im Laufe der Zeit bereicherten einige besondere Mitglieder die Arbeiterwohlfahrt und trugen ihre Werte stets entschlossen und über sämtliche Hürden hinweg nach außen. Beate Ruland, Vorsitzende des Präsidiums der AWO Mittelrhein und Kreisvorsitzende der AWO Rhein-Oberberg, lobt sie in ihrem Vorwort
als „Frauen und Männer, die mit Mut und Stärke in den Gründungsjahren vorangegangen sind“.

Ehrenamtliche der Organisation, wie Peter Ruland oder Werner Eßer, haben nun die Lebensgeschichten dieser Menschen zusammengetragen und niedergeschrieben.
Zu lesen sind z. B. einzigartige Einblicke in das Leben der Frauenrechtlerin Marie Juchacz, aber eben auch in das Wirken des Ründerothers Otto Jeschkeit, dem Namensgeber des AWO-Altenzentrums, des Wipperfürthers Hans Kern oder von Wilfried Pfeiffer aus Waldbröl oder von Inge Galka aus BErgisch Gladbach. 

Die Porträts der Ehrenamtlichen schildern lebendig das Engagement der 35 vorgestellten Personen und würdigen deren Unterstützung. Die Leser erfahren außerdem interessante Anekdoten aus der Anfangszeit der Organisation, über ihr Verbot während des Zweiten Weltkriegs und den Wiederaufbau in der Nachkriegszeit.


Das Buch:
Gesichter der AWO am Mittelrhein, J.P. Bachem Verlag , ISBN 978-3-7616-3317-5, 16,95 Euro



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