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Gelungenes Familien- und Sommerfest des AWO Familienzentrums „Helene Simon“

Kürzlich konnte endlich wieder gemeinsam mit den Familien gefeiert werden. Eltern und Kita-Kinder der fünfgruppigen AWO-Kindertagesstätte in Eckenhagen waren bei schönstem Sonnenschein zusammengekommen, um das gemeinsame Fest zu begehen.

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Die Einrichtungsleitung Tanja Klein hieß die zahlreichen Besucher*innen herzlich willkommen und wünschte Ihnen viel Freude beim Erkunden der kreativen Angebote auf dem Kitagelände. Als besonderes Highlight sangen die Kinder ein schwungvolles Lied (Kinder, heut‘ ist Sommerfest) und ließen dabei viele bunte AWO-Luftballons steigen.

Im Innen- und Außenbereich der AWO-Kindertagesstätte gab es viel Spannendes zu entdecken. Das Team des AWO-Familienzentrums „Helene Simon“ hatte dazu verschiedene Stationen zum Forschen, Experimentieren und Entdecken eingerichtet. So begaben sich die Kinder mit Neugierde auf „Forscherreise mit dem Ameisenjungen Fred“. Wie entsteht beispielsweise schwarze Farbe? Die Antwort konnten die Kinder bei der Station „Farbrennen“ gleich selbst herausfinden. Für das Experiment benötigt man einen schwarzen Filzstift und einen Kaffeefilter. Mit der Zugabe von Wasser werden die verschiedenen bunten Farbanteile des Schwarz gut sichtbar. An einer weiteren Station wurde Limonade hergestellt, es gab ein Theaterstück mit „Fred“, gemeinsames Stockbrotgrillen, eine Ameisenstraße zur Bewegung und eine tolle Verlosung.

Neben Kaffee, Kuchen und Würstchen konnten die Besucher*innen auch ein leckeres Eis zur Abkühlung genießen. Es war ein gelungenes Fest mit vielen fröhlichen Familien.

 

Buntes Sommerferienprogramm: 

Auch dieses Jahr gibt es in den letzten drei Sommerferienwochen ein täglich wechselndes und buntes Programm im, um und mit dem Ufo Jugendkulturhaus der AWO. Wir freuen uns auf junge Menschen zwischen 10 und 21 Jahren, die etwas erleben oder einfach mal chillen möchten.

An den Sonnen-Symbolen auf dem Bild erkennt ihr, zu welchen Angeboten ihr euch anmelden müsst. Die Anmeldungen erhaltet ihr im Ufo Jugendkulturhaus, über jugendkulturhaus@awo-rhein-oberberg.de oder telefonisch unter 0160 / 1090555. Bei allen anderen Aktionen könnt ihr einfach vorbeikommen. Viel Spaß beim Stöbern. Es ist bestimmt für jede*n was dabei!

Wir freuen uns auf dich!

Wichtig: Vom 24.06. - 17.07.2022 haben wir geschlossen und können keine Anmeldungen entgegennehmen.

Sommerferien Flyer 2022 Mit Preisen

IDAHOBIT : AWO für eine inklusive und queer-sensible Gesellschaft

Berlin, den 17.05.2022. Zum heutigen Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) ruft die Arbeiterwohlfahrt dazu auf, Solidarität mit allen Homo*, Bi*, Inter* und Trans* zu zeigen und sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen.

Die AWO tut das auf vielfältige Art. „Queere Menschen sind bei uns willkommen und treffen bei uns auf ein diskriminierungsfreies Umfeld“, erklärt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes, „egal ob als Mitarbeitende oder in den Einrichtungen und Diensten der AWO.“ Die Arbeiterwohlfahrt zeigt das in ihrem Engagement in den diversen Bündnissen und Aktivitäten. Neben vielen Aktivitäten der AWO Gliederungen vor Ort hat beispielsweise der Bundesverband einen Leitfaden für vielfaltssensible Sprache erstellt. Damit sich ältere LSTBIQ* in AWO-Pflegeeinrichtungen und -diensten sicher und willkommen fühlen können, wurden zudem im Projekt „Queer im Alter“ von 2019 bis 2021 verschiedene Materialien erarbeitet, mit deren Hilfe sich Dienste queer-inklusiv ausrichten können. Die Koordinierungsstelle www.queer-im-alter.de stellt diese Expertise allen Trägern und Einrichtungen zur Verfügung, vermittelt Informationen sowie Kontakte zu queer-sensiblen Einrichtungen, Selbsthilfe- und anderen Organisationen.

Hintergrund:
Der IDAHOBIT ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia). Seit 2005 wird er jedes Jahr am 17. Mai als Aktionstag begangen, um gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen auf Grund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu kämpfen. Der 17. Mai wurde als Tag gewählt, da am 17. Mai 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat.

 

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Beeindruckende Biographien der Namensgeberinnen der AWO-Kitas

Der Autor Peter Ruland arbeitete mit viel Engagement und Herz in den vergangenen drei Jahren an dem Buch „Frauen der AWO“. Dieses stellt die Biographien von Frauen der Arbeiterwohlfahrt, SPD und Arbeiterbewegung vor, deren Namen 25 Kindertagesstätten der AWO im Oberbergischen tragen. Ebenso wird eine geplante AWO-Kindertagesstätte in Bensberg nach einer verdienten AWO-Frau benannt werden.

Am Montag präsentierten der Autor, die AWO-Kreisvorsitzende Beate Ruland und AWO-Kreisgeschäftsführerin Evelyn Timm stolz das Buch, das maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement des Ehepaars Peter und Beate Ruland sowie Tobias Blumberg, der für das Layout verantwortlich war, entstanden ist. Evelyn Timm richtete ihren herzlichen Dank an alle Beteiligten für das tolle Ergebnis.

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Die Idee, die Lebensgeschichten und das Wirken der mutigen und starken Frauen zu erforschen und festzuhalten, entstand 2019 zum 100-jährigen Jubiläum der AWO, zu dessen Anlass die Gründung und Geschichte der AWO im Fokus stand. Beate Ruland erklärt: „Neben der Gründerin der AWO, Marie Juchacz, haben sehr viele Frauen an ihrer Seite für die Menschen gekämpft, die selbst keine Stimme hatten“. Mit der Dokumentation soll die Aufmerksamkeit auch auf die Frauen gerichtet werden, die im Hintergrund arbeiteten, aber viel bewirkt haben, so die AWO-Kreisvorsitzende. Ein Beispiel dafür ist Erna Schmitz, „der rote Engel aus Wipperfürth“, die bereits 1922 einen Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt vor Ort gründete und eine Kleiderkammer ins Leben rief, die würdige Kleidung an minderbemittelte Menschen verteilte.

Mit der Gründung der Arbeiterwohlfahrt durch Marie Juchacz, zunächst als Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt in der SPD, ging die Forderung einher, den Anspruch auf Hilfe und die Professionalisierung der sozialen Arbeit rechtlich zu verankern. 1922 hatten Marie Juchacz und andere Frauen durch ihre Mitarbeit einen entscheidenden Einfluss auf das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz 1922 und die Fürsorgepflichtverordnung 1924 genommen. Im Jahre 1928 wurde in Berlin die Wohlfahrtsschule durch die AWO eingerichtet, die ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Professionalisierung der sozialen Arbeit war.

Peter Ruland verdeutlicht: „Die Lebensgeschichten der Frauen vermitteln uns einen Eindruck, wie die Zeit damals war“. Viele der Frauen setzten sich für Gleichberechtigung ein und brachen mit den gesellschaftlichen Rollenvorstellungen der Frau. Marie Juchacz ergriff als erste weibliche Abgeordnete am 19. Februar 1919 in der Weimarer Nationalversammlung das Wort und stellte klar, dass es ein großes Unrecht war, Frauen die politische Teilhabe und das Wahlrecht zu verweigern. Ebenso kämpften sie später gegen die Machtergreifung der Nationalsozialisten, so beispielsweise Antonie Pfülf, die zu den mutigen 94 SPD-Abgeordneten im deutschen Reichstag gehörte, die trotz Einschüchterung und Todesdrohungen gegen das Ermächtigungsgesetz stimmte.

Das besondere Projekt der AWO Rhein-Oberberg ist auch aus dem Gedanken entstanden, den Mitarbeitenden der Kitas und den Eltern, deren Kinder die AWO-Kindertagesstätten im Oberbergischen besuchen, die Werte, die in den Einrichtungen gelebt werden und hinter den Frauennamen stehen, näher zu bringen. Mit dem Buch hat der Autor Peter Ruland das Wirken und die außergewöhnlichen Lebensgeschichten der bekannten und weniger bekannten Frauen für alle lesbar und zugänglich gemacht. „Die Werte werden greifbar und die Frauen geben der AWO ein Gesicht“, erklärt Evelyn Timm.

Das Buch ist in den AWO-Kindertagesstätten sowie beim AWO Kreisverband Rhein-Oberberg e.V. in Engelskirchen (e.kring@awo-rhein-oberberg.de) kostenlos erhältlich.

Flucht vor dem Krieg: Eine junge Ukrainerin berichtet aus ihrer Perspektive

Laut einer Schätzung des Kinderhilfswerkes UNICEF befinden sich rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter den Menschen, die seit dem Angriff Russlands die Ukraine verlassen haben. Anastasiya, 17 Jahre alt, gehört zu diesen 2 Millionen Kinder und Jugendlichen. Vor dem Krieg besuchte sie eine berufsbildende Akademie für Abiturient*innen in Mykolaiv, in ihrer Freizeit ging sie gerne in die Musikschule oder ins Theater. Besonders wichtig war ihr auch ehrenamtliches Engagement für verschiedene ukrainische NGOs. Bis Mitte März lebte ihre Familie noch in Charkiw, dann entschieden sie sich zur Flucht nach Deutschland.
Aktuell lebt Anastasiya mit ihren Eltern und zwei jüngeren Schwestern in Wiehl bei einer Familie, ihre Großeltern sind in einer Wohnung des AWO Kreisverbandes Rhein-Oberberg e.V. in Bergneustadt unterbracht. Als Betroffene möchte sie über den Krieg und die Flucht berichten. Ihr ist es ein Anliegen, den von Russland propagierten Falschnachrichten entgegenzuwirken.

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Die Zeit bis zur Flucht

Bereits am ersten Tag der Invasion der Ukraine durch Russland, dem 24. Februar 2022, erlebte Anastasiya einen Bombeneinschlag aus nächster Nähe. Aus Sicherheitsgründen fand das Programm der berufsbildenden Akademie in dieser Zeit nicht mehr auf dem Campus in Mykolaiv statt, sondern in Räumlichkeiten nahe des Flughafens Ivano-Frankivsk in der Westukraine. Am gleichen Tag wurde der internationale Flughafen Ziel des russischen Angriffskrieges. Sie erinnert sich, wie die Fenster des Gebäudes, in dem sie sich befand, durch die Explosion des nahegelegenen Flughafens erschüttert wurden und den Adrenalinschub, den sie spürte. Sie erzählt, dass sie in der Akademie trainiert hatten, in einer solchen Situation nicht in Panik zu erstarren und sich darauf konzentrieren, was zu tun ist. Es gebe sogar eine App für den Luftalarm auf dem Smartphone, so würde man gewarnt, egal wo man gerade sei oder was man tue. Das Kriegs- und Fluchtgeschehen nahm stetig zu. So entschieden ihre Eltern Mitte März, dass sie das Land verlassen werden. Über Freunde von Freunden hatten sie Kontakt zu einem Mitarbeiter des AWO Kreisverbandes Rhein-Oberberg erhalten, der bei einer Unterbringung unterstützen konnte. So fiel die Wahl auf Deutschland.


Gefühle und Gedanken über die Flucht

Für Anastasiya war der Umgang mit der Entscheidung ihrer Eltern nicht leicht. Durch ihr regelmäßiges ehrenamtliches Engagement wollte sie Menschen in Not unterstützen und Hilfe in ihrem Land leisten. So gehe es vielen ihrer Freund*innen, die ebenfalls flüchten mussten. Es fühle sich in gewisser Weise wie Verrat an, in diesem historischen Moment das Land zu verlassen und man fühle Scham, dass man selbst in Sicherheit sei, während andere weiterhin den Angriffen ausgesetzt seien und man nichts tun könne, um das zu verhindern. Vor dem Krieg, so erzählt Anastasiya, sei sie nicht sehr patriotisch gewesen. Mit dem Krieg habe sich ihre Sichtweise verändert. Die Flucht nach Deutschland sei sehr gefährlich gewesen, da im ganzen Land Transportwege zerstört wurden. Zusammen mit ihren Großeltern, Eltern, beiden Schwestern und der Katze seien sie zwei Tage lang in einem Fahrzeug von der Ukraine nach Polen, von Polen nach Deutschland und dann nochmal quer durch Deutschland bis in den Oberbergischen Kreis gefahren. Wie ein Alien habe sie sich gefühlt, als sie in Deutschland ankam. Sie vermisse ihr Zuhause, den Besuch der Akademie, ihre Freunde. Das Schlimmste sei aber, dass niemand wisse, wann sie zurückkehren können.
Dennoch ist sie dankbar für die Unterbringung bei der Familie in Wiehl, bei der sie nun leben. Sie und ihre Familie seien herzlich aufgenommen worden und die Familie aus Wiehl unterstütze bei Alltagsfragen in Deutschland.


Umgang mit dem Krieg

Aktiv zu bleiben und etwas für ihr Land zu tun, sei das Wichtigste für sie, erklärt Anastasiya. Wenn man durchgehend Nachrichten lese oder schaue, habe man irgendwann keine Energie mehr. Wenn negative Gefühle aufkämen, denke sie daran, wie viele Menschen Hilfe benötigen und wünscht sich, dass ihr Land nach dem Krieg noch existiert und es sich in der Zukunft zu einem starken und guten Land entwickelt. Auch schaue sie sich in den Sozialen Medien die Beiträge des ukrainischen Schriftstellers Serhiy Zhadan an, die mit dem Satz „Heute sind wir einen Tag näher an unserem Sieg“ enden.
Anastasiya erzählt auch von den Erlebnissen anderer junger Menschen, so beispielsweise von der gefährlichen Lebenssituation einiger Freunde, die bald die Volljährigkeit erreichen und deshalb nicht ausreisen dürfen. Eine ihrer Freundinnen habe ihre Eltern, die in Mariupol lebten, über Wochen nicht kontaktieren können. Ein anderes Mädchen aus Mariupol in Anastasiyas Alter habe ihre Mutter aufgrund der schlechten Versorgung sterben sehen, der Vater sei durch eine Miene getötet worden. Es sei schwer zu verstehen, dass das gerade im eigenen Land passiere.


Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft

Das Ukrainische Volk müsse nun stark sein, sagt Anastasiya. Selbst wenn der Krieg ende – oder wie sie es ausdrückt – wenn die Ukraine den Krieg gewonnen habe – wisse niemand, in welchem Zustand das Land sei. Ihre Vision sei, dass das Land Teil der Europäischen Union werde und sich eine starke Regierung bilde. Außerdem glaube sie daran, dass Europa die Ukraine beim Aufbau unterstützen und Russland für seine Taten angeklagt werde. Wenn der Zeitpunkt gekommen sei, gehe sie zurück in die Ukraine, um sich am Aufbau zu beteiligen.
Sie sagt, ihre Generation werde in Zukunft eine wichtige Rolle für die Ukraine spielen. Beispielsweise würden Anwält*innen, Ingenieur*innen und gute Politiker*innen in Zukunft benötigt. Auch möchte sie ihre Träume trotz des Krieges nicht aufgeben: Für die nähere Zukunft plant sie ein Studium, vielleicht in Deutschland. Kultur und Kunstgeschichte interessiere sie sehr und sie begeistere sich für ukrainische Folklore. Außerdem möchte sie sich weiterhin ehrenamtlich engagieren.
Dennoch stelle der Krieg alles auf die Probe, berichtet sie. Nach dem Krieg beginne ein neues Kapitel für alle Ukrainer*innen: Historisch, politisch, aber auch persönlich.

 



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